Dokumentation / Interpretation

Zunächst geht hier um die Frage, wie sich quantitative Inhaltsstoffe darstellen lassen. Wie kann man beispielsweise viel oder wenig Säure, fruchtiges Aroma oder das Vorhandensein von Gerbstoffen dokumentieren?

Es geht also um Erfassung und Darstellung meist messbarer Stoffe.

Eine typische Frage aus diesem Themenkreis wäre: Wie schmecken denn 5g/l Weinsäure oder 7g/l Fruktose? Wovon ist es abhängig, dass sich deren Geschmack verändert und wie lässt sich dies reproduzieren?

Bei der Dokumentation geht es also um reine Facts und deren nachvollziehbaren, logischen oder zumindest empirischen Zusammenhänge.

Typische, interpretative Darstellungen von Produkten werden z.B. in Stile oder Typen, wie modern oder traditionell, typisch und untypisch eingeteilt. Solange man nicht weiß, welche Parameter hinter traditionell oder modern stehen, lassen sich solche Aussagen nur schlecht reproduzieren.

 

Eine Fragestellung aus diesem Themenkreis wäre:

Wie schmeckt denn ein typisch traditioneller Arabica Kaffee oder ein typisch Rheingauer Riesling?

Auch Fachleute argumentieren hier oftmals nur aus ihren subjektiven Erfahrungsaspekten und Erkenntnisprozessen. Diese sind dann meist die Grundlage für die Deklarierung der Produkte als „richtig“ oder „falsch“. Solche Aussagen sind interpretativ. Um überhaupt eine objektive Information aus solchen Aussagen ableiten zu können muss der Hörer wissen, wie diese Meinungen zustande gekommen sind, welche ursprünglichen Informationen durch welche Form der Verarbeitung (Kognition) signifikant waren und welche Schlüsse aus diesen gezogen wurden.

Viele solcher Aussagen werden vom Verbraucher jedoch oft genug einfach angenommen, unreflektiert akzeptiert und für richtig erachtet.